75. Tarmstedter Ausstellung: Jubiläums-Ausstellung bringt Besucherrekord
Mit einem neuen Besucherrekord von 118.800 Gästen an vier Tagen hat die 75. Tarmstedter Ausstellung …

Rund 2 Milliarden Liter Diesel verbrauchen deutsche Landwirte jedes Jahr. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft aufgefordert, den CO2-Fußabdruck zu senken. Das schreibt nicht nur das Klimaschutzgesetz vor, sondern mehr und mehr auch die Lebensmittelkonzerne wie Molkereien, die selbst verschiedene Maßnahmen zur Emissionsminderung ergreifen.
Interessant dabei ist, dass es in der Landwirtschaft schon heute sehr lukrative und wirtschaftliche Möglichkeiten gibt, Kraftstoff herzustellen. Das zeigte die sehr angeregte Diskussionsrunde des Landesverbandes Erneuerbare Energien zum Thema „Alternative Antriebe“ im Rahmen von TarmsTalk am Montag Nachmittag:
Fraglich ist, ob sich diese Technologien auch für Landmaschinen eignen. „Dabei kommt es auch auf den Bedarf des Landwirts an Maschinen an. Im Vordergrund steht die Frage: Inwieweit beeinflusst eine alternative Antriebstechnologie den landwirtschaftlichen Prozess? Vieles aus der Lkw-Technologie passt dann nicht zur Landwirtschaft“, sagt Dr. Hartmut Matthes, Geschäftsführer des Bundesverbandes Lohnunternehmen. Außerdem wird eine Alternative auch danach bewertet, ob der Händler und die Werkstatt vor Ort Technologie und Service dazu bieten können. Auch wenn die vorgestellten Alternativen interessant sind: Matthes sieht das größte Potenzial dagegen in flüssigen Kraftstoffen, die Diesel ersetzen können, wie Biodiesel oder HVO, also hydriertes Pflanzenöl. Das sei gerade bei den Erntemaschinen mit über 500 PS interessant. „Bei der Entwicklung von Alternativen müssen auch immer die Praxis mitbedenken“, fordert er. Noch gibt es keine Lösung für alle Leistungsklassen, stellten die vier Referenten heraus.
Weitere Informationen zu alternativen Antrieben, wie CNG, LNG, HVO und elektrischen Antrieben.