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Teamleiterin bei der Projektentwicklung von Solarparks, Planerin von Windparks oder Baustellenleiter bei Anlagen zur Produktion von Biomethan oder flüssigem CO₂: Die Bandbreite von Berufen im Bereich erneuerbare Energien ist groß. Das zeigte der TarmsTalk „Frischer Wind für die Energiewende – Junge Fachkräfte erzählen“ vom Landesverband Erneuerbare Energien (LEE).
Die Lebenswege der vier Gesprächsteilnehmer machen deutlich: Auch der Quereinstieg ist kein Problem. So hat z.B. Antje Beck Geowissenschaften studiert. Im Jahr 2022 ist sie im Bereich Projektentwicklung bei Ebert Solar eingestiegen. Heute leitet sie ein Team von acht Projektentwicklern und betreut zudem acht Projekte selbst. „Wir haben im Team eine bunte Mischung von Berufen, da sind Umwelt- und Agrarwissenschaftler oder Physiker“, beschreibt sie.
Was ihr an der Arbeit gefällt: „Man macht zwar immer wieder in etwa das gleiche Projekt, aber es ist halt nicht gleich, weil man ja in verschiedenen Landkreisen arbeitet, mit verschiedenen Gemeinden und Flächeneigentümern“, beschreibt sie. Man müsse sich da immer sehr auf die Menschen und unterschiedlichen Kommunen und Gegebenheiten vor Ort einstellen. „Und über allem steht, dass wir erneuerbare Energien erzeugen und damit den CO₂-Ausstoß einsparen“, fasst sie zusammen.
Pia Reiter hat ursprünglich mal Politikwissenschaften studiert, arbeitet aber heute im Hamburger Büro des Unternehmens BayWa r.e. im Bereich Windenergie. Sie ist Projektleiterin „Greenfield und Repowering“, also für den Bau neuer Windparks, aber auch für den Austausch alter Windräder gegen neue zuständig. „Ich bin die Erste, die mit den Grundeigentümern spricht, Kontakt zu den Gemeinden hat und eine Schnittstelle zu internen Experten für Recht oder Naturschutz darstellt“, beschreibt sie die vielseitige Tätigkeit, bei der man nie auslerne. „Es gibt Themen wie Naturschutz, Vertragswesen oder Finanzierung. Und wenn einem etwas besonders gefällt, kann man sich auch darauf spezialisieren. Mit macht dagegen viel Spaß, alles zu koordinieren“, sagt sie.
Yannis Bohling arbeitet als Baustellenleiter (englisch: Site Supervisor) bei Kanadevia Innova Biomethan aus Zeven. Er ist verantwortlich für die Koordination, Überwachung und Leitung von Bauprojekten vor Ort. Der gelernte Land- und Baumaschinenmechatroniker hatte im Unternehmen erst in der Fertigung angefangen, aber dann festgestellt, dass ihm das Reisen und die Arbeit auf der Baustelle besser gefällt. „Dabei geht es darum, den Zeitplan einzuhalten, aber auch auf die Sicherheit vor Ort zu achten“, erklärt er. „Ich bin viel unterwegs in anderen Ländern, habe andere Baustellen und neue Leute vor Ort, das macht mir besonders Spaß“, erklärt er.
Was alle drei bestätigt haben:
Den Berufseinstieg noch vor sich hat Moritz Geffers, der in Hannover „Technologie nachwachsender Rohstoffe“ studiert. „Das Studium deckt die stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse ab“, erklärt er. Er selbst kommt von einem landwirtschaftlichen Betrieb, der Mais an eine Biogasanlage liefert. „Mir hat bei der Orientierung sehr geholfen, dass ich ein Jahr lang als Werkstudent beim Landesverband Erneuerbare Energien gearbeitet habe. Da lernt man viele in der Branche kennen“, sagt er.