75. Tarmstedter Ausstellung: Jubiläums-Ausstellung bringt Besucherrekord
Mit einem neuen Besucherrekord von 118.800 Gästen an vier Tagen hat die 75. Tarmstedter Ausstellung …

Tiny-Häuser sind beliebt – zumindest bei Campingplätzen. Denn sie sprechen Urlauber an, die zwar eine Zeit lang naturnah, aber trotzdem mit gewissem Komfort wohnen möchten.
„Unsere Tiny-Häuser bieten eine Wohnfläche von 30 bis 38 m2 und sind mit unterschiedlicher Ausstattung erhältlich“, erklärt Myron Kirchhoff vom Tiny-House-Hersteller Nawalo auf dem TarmsTalk zum Thema: „Tiny-House – Herausforderungen und Chancen für den ländlichen Raum?“.
Uta Mushardt sieht in den kleinen Behausungen eine ideale Ergänzung für den Landtourismus. Seit über zehn Jahren nutzen sie und ihr Mann drei selbst gebaute Tiny-Häuser als Feriendomizil auf dem Hof Katthusen in Otterndorf bei Cuxhaven. Familie Mushardt bietet die rund 40 m2 großen Ferienhäuser mit je 2 Schlafzimmern, Dusche/WC, Wohnküche mit Einbauküche, Sitz- und Essecke, TV und eine große 40 m² Holzveranda an. „Die Gäste leben darin mitten in der Natur, berichten von Eulen auf der Veranda oder Rehböcken vor dem Haus“, sagt sie. Die Häuser sind gut gedämmt und mit Elektroheizung ausgestattet. In der Winterzeit werden sie aber nicht vermietet. „Ob selbst gebaut oder gekauft: Sie sind eine gute Ergänzung für die Landwirte, die nicht erst groß einen Stall oder so umbauen und trotzdem nachhaltigen Tourismus anbieten wollen“, sagt sie. Infrage kommen dafür Familien oder Radfahrer, die nur für eine Nacht eine Herberge suchen.
Aber auch für Erntehelfer oder andere Arbeitskräfte können sie eine Lösung sein, ergänzt Kirchhoff. Was beide sehr bedauern: Vor allem das Baurecht wirft Interessenten immer wieder Knüppel zwischen die Beine. Gerade in Schleswig-Holstein sei das sehr ausgeprägt, berichtet Kirchhoff, dessen Unternehmen seinen Sitz in Elmshorn hat. Uta Mushardt empfiehlt Interessenten, frühzeitig Kontakt mit der Tourismusbehörde aufzunehmen und bestehende Tiny-Häuser zu besichtigen, damit die Behördenvertreter einen Eindruck davon bekommen. Sie rät auch dazu, das Konzept des nachhaltigen Tourismus in den Vordergrund zu stellen.





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