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Stimmungsbild: Wie gute Freiflächen-Solaranlagen gelingen

 Das Thema Freiflächenphotovoltaik polarisiert in vielen Gemeinden. „Wir haben die größten Diskussionen im Landkreis gar nicht die um Windenergie, sondern um die Freiflächenphotovoltaik. In einigen Ortschaften geht ein richtiger Riss durchs Dorf“, sagte Landrat Marko Prietz bei der TarmsTalk-Runde des Landesverbandes Erneuerbare Energien am Freitag. Wir haben mit Ausstellern gesprochen, wie sie die Lage einschätzen und welche Erfolgsrezepte es für mehr Akzeptanz bei Solarparks gibt.

Gute Aufklärung und Unterstützung nötig

Thomas Horch, Greenovativ GmbH (Oldenburg): „Wenn wir beispielsweise mit dem Grundstückseigentümer eine Projektidee entwickeln, suchen wir frühzeitig das Vorgespräch mit dem jeweiligen Bauamt und auch mit dem Bürgermeister, um abklären, wie ihre Sichtweise auf das Thema ist. Dabei können wir auch Hilfestellung geben mit einer Flächenanalyse. Bei der Akzeptanz spielt auch die Größe einer Anlage eine Rolle.  Wenn man Großprojekte mit einem eigenen Umspannwerk an der Autobahn mit 20 bis 50 ha plant, ist das für eine Bürger zu viel. Die Größe muss zur Region passen.“

Zweischneidige Agri-PV

Agri-Photovoltaik kann in einigen Regionen helfen, die Akzeptanz für Solarfreiflächenanlagen zu fördern, sagt Martin Monnerjahn von Greenvolt Power Germany aus München. „Denn weil weniger Ackerfläche verloren geht, wird es in der Regel von den Genehmigungsbehörden sehr positiv aufgenommen. Allerdings wird es auch zweischneidig gesehen, weil einfach dadurch weniger Fläche belegt wird und die Kommune entsprechend auch weniger Einnahmen hat.“

Konversionsflächen als Einstieg

Solarparks auf ehemaligen, wieder verfüllten Sandgruben, auf stillgelegtem Militärgelände oder auf Flächen entlang von Bahnschienen sorgen in Gemeinden für eine hohe Akzeptanz, lautet die Erfahrung von Timm Sandmeyer von der Sandmeyer Elektro- und Gebäudetechnik aus Cadenberge (Landkreis Cuxhaven). Auch Flächen, auf denen früher Biogasmais gewachsen ist, lassen sich gut verwerten. „Wir haben dazu Konzepte mit Biogasanlagenbetreibern entwickelt“, sagt Sandmeyer. Wichtig für die Akzeptanz sei aber auch eine gute Kommunikation bis hin zur Errichtung von einem Sichtschutz.