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NutriNet stellt Ergebnisse zum Drohneneinsatz bei Untersaaten vor

Wie lassen sich Nährstoffe besser im Boden halten und gleichzeitig nachhaltige Anbauverfahren weiterentwickeln? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich das Netzwerk NutriNet im Rahmen eines Vortrags auf der Tarmstedter Ausstellung.

Vorgestellt wurden die Ergebnisse eines Praxisversuchs auf sechs Betrieben, bei dem Untersaaten aus Ackerbohnen mithilfe einer Drohne rund zehn Tage vor der Ernte ausgebracht wurden. Ziel war es, den nach der Ernte verbleibenden Stickstoff möglichst effektiv zu binden und durch die entstehende Mulchschicht die Bodenfruchtbarkeit zu fördern.

Die Auswertung der Versuche lieferte wertvolle Erkenntnisse für die landwirtschaftliche Praxis. Wie Regioberater Wilfried Stegmann erläuterte, konnte unter den gewählten Bedingungen keine zusätzliche Stickstoffbindung nachgewiesen werden. Gleichzeitig zeigte sich, dass Ackerbohnen aufgrund ihrer Neigung zur Spätverunkrautung für dieses Verfahren nur eingeschränkt geeignet sind. Durch den Blattverlust vor der Ernte wird der Boden weniger beschattet, wodurch sich Unkräuter stärker entwickeln können.

Auch im weiteren Ackerbaumanagement wurden wichtige Zusammenhänge deutlich: Ist die Untersaat etabliert, lässt sich eine erforderliche Stoppelbearbeitung nach der Ernte nur noch eingeschränkt durchführen. Damit wurde sichtbar, welche Herausforderungen bei der Integration solcher Verfahren in bestehende Bewirtschaftungssysteme berücksichtigt werden müssen.

Der Praxisbericht machte deutlich, wie wichtig Versuche unter realen Bedingungen sind. Auch wenn sich ein Ansatz nicht unmittelbar als praxistauglich erweist, liefern solche Projekte wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Anbauverfahren und helfen dabei, zukünftige Lösungen gezielt zu verbessern.

Weitere spannende Beiträge und Informationen rund um die biologische Landwirtschaft finden Sie am Stand des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (A23.04).