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Frühschoppen bei der LAND&FORST – Austausch über Hofübergabe und Generationenwechsel

Beim Frühschoppen für Junglandwirte auf dem Stand der LAND&FORST begrüßte Maren Diersing-Espenhorst die eingeladenen Junglandwirtinnen und -landwirte. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landjugendverband (NLJ) und den Junglandwirten Niedersachsen stand der Austausch über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen der jungen Generation im Mittelpunkt.

Frau Diersing-Espenhorst begrüßte die Teilnehmenden mit dem worten „Wir wollen eure Themen auf den Plan bringen“ und betonte wie wichtig der Austausch und das Netzwerk zwischen Junglandwirten sein.

Im Fokus standen die Themen Hofübergabe und Generationskonflikt, zwei Themen die landwirtschaftliche Familienbetriebe begleiten und nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Über ihre persönlichen Erfahrungen berichteten Nele Elisabeth Brockmann, Betriebsleiterin und Agrar-Influencerin, Lars Ruschmeyer, Milchviehhalter und Bundesvorsitzender der Deutschen Landjugend, sowie Max Klockemann, Gewinner des CERES AWARD 2025 in der Kategorie Ackerbauer.

Nele Elisabeth schilderte die Herausforderungen, die sie während des Übergabeprozesses erlebt hat. Besonders wichtig sei es gewesen, innerhalb der Familie die eigenen Interessen klar zu vertreten. Gleichzeitig habe es ihr geholfen, frühzeitig Mediatoren einzubinden. Eine neutrale dritte Instanz könne dabei unterstützen, eine neue Sichtweise einzubringen. Denn jede Familie stehe bei einer Hofübergabe vor ganz eigenen Herausforderungen.

Auch Max machte deutlich, dass Hofübergaben schnell emotional werden können. Ebenso könne der häufig entstehende Generationskonflikt zwischen jungen und älteren Betriebsleitern durch externe Beratung entschärft werden. Diese helfe dabei, Themen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und unterschiedliche Denkweisen besser zu verstehen. Für ihn ist die Zusammenarbeit der Generationen ein Erfolgsmodell: Die Erfahrung der älteren Generation und die Ideen der jungen Generation ergänzten sich .

Lars Ruschmeyer hob hervor, dass bei allen Diskussionen die gegenseitige Wertschätzung nicht verloren gehen dürfe. „Am Ende des Tages darf man sich auch ruhig einmal loben“, sagte er. Ebenso wichtig seien klar definierte Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie die Bereitschaft, Kompromisse zu finden.

Das Frühschoppen zeigte einmal mehr, wie wertvoll der offene Austausch unter Junglandwirtinnen und Junglandwirten ist. Netzwerke, Erfahrungsberichte und ehrliche Gespräche liefern wichtige Impulse für die Zukunft der landwirtschaftlichen Familienbetriebe.