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Fleischrinder: Bundesschau der Hereford-Rinder erstmals in Tarmstedt

Am Sonntag nutzte der Bundesverband Deutscher Herefordzüchter die tolle Kulisse der Tarmstedter Ausstellung, um im Landwirtschaftsring ihre Bundesschau auszurichten. Insgesamt stellten sich 38 Schautiere den kritischen Blicken der beiden dänischen Richter Bent Sörensen und Henning Have. Die 19 anwesenden Züchter haben keine Mühen und Wege gescheut, es waren Betriebe aus ganz Deutschland dabei. Zunächst wurden die Siegertitel in den Richtklassen Bullen, Kühe mit Kalb und Rindern vergeben. Bei den Bullen hatte der jüngste Teilnehmer Randolf mit der Kopfnummer 260, ein im Juni 2025 geborener Red Fox-Sohn aus der Zucht von Familie Eickhorst aus Stuhr, die Nase vorn. Bei den Kühen mit Kalb sahen die Richter die Kopfnummer 262 vorn. Die Kuh Kim von Pacman aus der Zucht von Roland Klüber aus Nüsttal überzeugte durch ihren guten Körperbau und ihr gutes Euter. Bei den Rindern siegte Tilly, Kopfnummer 270. Sie stammt vom Bullen Jakob ab und wurde bei Carsten Rust in Bad Fallingbostel gezogen. Spannend wurde noch einmal im Endring, als die drei Klassesieger gegeneinander antraten. Den Gesamtsieg ließ sich die Kuh Kim mit ihrem hervorragend entwickeltem Kalb bei Fuß nicht nehmen.

Der Bundesverband Deutscher Herefordzüchter ist ein Zusammenschluss deutscher Rinderzuchtbetriebe, die sich in ihrer Arbeit auf die extensive Freilandhaltung von Hereford-Rindern konzentrieren. Die zurzeit ca. 160 Mitglieder des Verbandes haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Eigenschaften dieser Rinderrasse weiterzuentwickeln und für ein qualitativ hochwertiges Zuchtpotenzial in Deutschland zu sorgen. Die besten Tiere aus ganz Deutschland waren in Tarmstedt dabei.

Hereford gelten als robuste, leichtkalbige und wirtschaftliche Fleischrinder. Sie haben ein mittellanges, rotbraunes Haarkleid. Auffallend ist der sich dominant vererbende weiße Kopf. Außerdem sind Hals, Kopf, Beine, Schwanzquaste und der Nacken weiß. Herefords eignen sich für die ganzjährige Freilandhaltung. Ihre Anpassungsfähigkeit in den verschiedenen Klimazonen der Welt machen sie zu einer Rasse, die auf der ganzen Welt gehalten wird. Die Rasse zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr gut Gras in Qualitätsfleisch bzw. Milch umwandeln können, wodurch niedrige Futterkosten entstehen und die Mutterkuhhaltung rentabel machen.