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Das Regiohuhn-Konzept verfolgt das Ziel, ökologische Zweinutzungshühner zu züchten und für die Erzeuger ein Marketingkonzept zu entwickeln, das ihnen hilft, sowohl die Eier als auch das Fleisch der Hähne besser zu vermarkten. Und zwar mit dem Anspruch, ein regionales Produkt in den Fokus zu stellen. Christine Bremer aus Kölau im Landkreis Uelzen, bekannt für ihre Zucht von Robustputen, stellte das Konzept des Regiohuhns am Freitag in der Talkrunde auf dem Öko-Treff in Tarmstedt vor.
Es geht darum, ein Zweinutzungshuhn zu züchten, dass sich hinsichtlich der Legeleistung nicht überfordert und dennoch so viel Fleischleistung bringt, dass eine Vermarktung der Hähne attraktiv ist. „Hochleistung, wie sie in den herkömmlichen Fleisch- und Eierlinien üblich ist, ist bei den Zweinutzungslinien nicht gewünscht“, sagte Bremer. Eine alte Rasse – das Ramelsloher Huhn, hat sich als ausgesprochen robust herausgestellt und wurde für das EIP-Projekt Regiohuhn mit White Rock Hühnern, die. für Eier- und Fleischproduktion gezüchtet wurden, gekreuzt. Herausgekommen ist ein Huhn, dass 260 Eier in 12 Monaten legt.
„Meine Zuckerschnecken, so nenne ich sie, sind hübsch, vital und wetterhart“, schwärmt Christine Bremer von den Kreuzungstieren. Sie weiß, dass es für die Wirtschaftlichkeit der ökologischen Hühnerhaltung auf die Legeleistung ankommt, und die ist mit den Kreuzungstieren gegeben. „Wir brauchen aber auch ein gutes Marketingkonzept. Und da wollen wir mit dem Projekt Regiohuhn ansetzen.“ Das Ziel ist es, den Betrieben nicht nur Elterntiere anzubieten, sondern auch ein Marketingkonzept. „Dafür haben viele Direktvermarkter keine Zeit“, weiß Christine Bremer.
Das Konzept wird gerade erarbeitet und soll auf den Ökofeldtagen, die im nächsten Jahr auf dem Bauckhof in Amelinghausen stattfinden, vorgestellt werden. „Im nächsten Herbst könnte es mit den Regiohühnern losgehen“, so Bremer. Als Vorbild dafür steht übrigens das Ramelsloher Huhn. In Ramelsloh vor den Toren Hamburgs gezüchtet, wurden die Eier schon im 19. Jahrhundert nach Hamburg und auch Bremen verkauft und auch die Küken, die als so genannte Stubenküken in manchem Stadthaushalt aufgezogen wurden.
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