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Eberhard Leopold

Dicht an dicht schieben sich die Fahrzeuge aus allen vier Himmelrichtungen auf die Parkplätze des Ausstellungsgeländes. Einer, der selbst bei höchstem Verkehrsaufkommen stets den Überblick behält, ist Eberhard Leopold.

Als Leiter für die Verkehrsplanung und -leitung hat er mit seinem Wissen und seiner Erfahrung die  Tarmstedter Messe in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich mitgestaltet und weiterentwickelt.

„Seit nunmehr 50 Jahren ist Eberhard Leopold bei der Ausstellung aktiv. Das ist etwas Besonderes, nicht selbstverständlich und gebührt großer Anerkennung“, bedankte sich Ausstellungs-Geschäftsführer Frank Holle im Verlauf der Eröffnungsfeier bei dem Parkplatz-Chef.

Angefangen als Laufjunge hat der Tarmstedter seit 1968 nicht eine Ausstellung verpasst. Zu verdanken hat er seinen ersten Einsatz seinem Vater, der ihm vorschlug auf diese Weise sein Taschengeld aufzubessern. „Früher gab es nur ein Telefon auf dem Gelände. Mein Job war es, über den Platz zu laufen und die Adressaten ans Telefon zu holen“, erinnert sich Leopold. Dafür gab es einen Stundenlohn von 50 Pfennig. „Das hat sich für mich als Teenager schon gelohnt, auch wenn ich einen Teil davon gleich wieder auf der Ausstellung ausgegeben habe“, gibt er lachend zu. Mit 16 Jahren wechselte Leopold in den Parkplatzdienst. Unter der Leitung von Georg Hoops war er jedes Jahr im Juli im Einsatz. „Damals gab es nur die Zufahrten über den Wendohweg und den Parkplatz Süd. Jeder Kassierer hat noch direkt am geparkten Auto kassiert“, sagt der frühere Polizeibeamte. Seine Idee war es, die Abläufe später einfacher und zügiger zu organisieren.

In den 1980er Jahren leitete er zusammen mit Hermann Bruns die Verkehrsplanung und seit 2012  eigenverantwortlich.  Rund 120 Ehrenamtliche, meist Jugendliche aus Tarmstedt und umzu, sind während der Messe auf den Parkplätzen beschäftigt. Mit der Ausstellungsfläche ist auch die Parkplatzfläche gewachsen. Seit 2018 ist der Parkplatz Ost, vorher eine Ausweichfläche, mit dabei. „Um die Verkehrsleitung zu optimieren, haben wir in diesem Jahr wieder investiert. Auch wenn sich die Staubildung nicht komplett vermeiden lässt, weil an den vier Zufahrten zur Ausstellung immer in einem bestimmten Zeitfenster einfach ein sehr hohes Verkehrsaufkommen herrscht, haben wir doch wieder einige Verbesserungen durchgeführt. Mit beispielsweise verbreiterten Stauräumen soll auch die Staubildung reduziert werden“, sagt Leopold.

Für den Tarmstedter und seine Familie war und ist die Ausstellung eine Herzensangelegenheit, die bis heute von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Sein Großvater Hermann Bohling gehörte 1949 zu den Gründern der Landwirtschafts- und Verbraucherschau in Tarmstedt, und sein Vater Hans Leopold arbeitete lange Zeit als Geschäftsführer der Ausstellung. Seit vielen Jahren sind außerdem Ehefrau Jona und Tochter Esther sowie seine zwei Schwestern und zwei Nichten für die Ausstellung tätig.

Rubrik: Allgemein
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