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Biogasanlagen leiden unter Düngeverordnung

Die neue Düngeverordnung stellt Biogasanlagen vor große Herausforderungen.

Grund: Offiziell müssen Anlagen ohne eigene Flächen Gärreste pauschal für neun Monate lagern. Damit kommen erhebliche Investitionen auf die Landwirte zu. „Unsere Biogasanlagen haben aber keine eigenen Flächen, da 57 Lieferanten Mais liefern und die Gärreste zurücknehmen“, erklärte Hermann Cordes, Geschäftsführer mehrerer Biogasanlagen im Landkreis Rotenburg, gestern am Rande der Tarmstedter Ausstellung. Auf einem Gespräch mit Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast stellte Silke Weyberg, Regionalreferentin Nord des Fachverbandes Biogas, die Situation da: „Wir brauchen schnell eine Lösung, die Biogasanlagen hängen in der Luft.“ Ministerin Otte-Kinast zeigte Verständnis für die Lage: „Das Problem wird bei uns im Haus bereits geprüft. Wir haben viele Schwierigkeiten mit dem neuen Düngerecht, da vieles anscheinend nicht zu Ende gedacht wurde.“ Im Landwirtschaftsministerium sei jetzt ein eigenes Referat nur für das Nährstoffmanagement eingerichtet worden. „Es sind weitere Branchen betroffen, auch die Tierhaltung oder Gemüsebauer, die Schwierigkeiten mit dem Verbringen von Waschwasser haben“, erklärte Otte-Kinast.

Rubrik: Landwirtschaft & Landtechnik
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Sprachen über die Herausforderungen der Biogasbranche in Niedersachsen: Bundestagsabgeordneter Oliver Grundmann (CDU), Silke Weyberg (Fachverband Biogas), Barbara Otte-Kinast (Landwirtschaftsministerin), Wilhelm Pieper (Vorsitzender Landesverband Erneuerbare Energien).