Tarmstedter Gespräche am Samstag: Erneuerbare Energien – Gewinn für die ganze Region

Über ein Drittel des Strommixes stammen aus erneuerbaren Energien, beim Wärmeverbrauch sind es knapp 14 Prozent. Der Wärmesektor hat also noch großen Nachholbedarf. Dabei bieten erneuerbare Energien gerade bei der Wärmeversorgung für Kommunen große Chancen. Die „Wärmeversorgung mit Biogas oder Hackschnitzel – Gewinn für die ganze Region“ diskutieren bei den Tarmstedter Gesprächen drei Experten aus verschiedenen Blickwinkeln. So konnte Frank Holle, Bürgermeister und Gemeindedirektor der Samtgemeinde Tarmstedt, die positiven Auswirkungen der mittlerweile elf Biogasanlagen im Samtgemeindegebiet für die Kommunen bestätigen, vor allem bei den Gewerbesteuereinnahmen. Gleichwohl sparte er die negativen Aspekte nicht aus: Die wachsende Flächenkonkurrenz und die gestiegenen Pachtpreise bekomme auch die  Ausstellungsgesellschaft bei der Suche nach neuen Parkplatzflächen zu spüren, der ausgeweitete Maisanbau beeinflusse das Landschaftsbild. Mit dem Boom der Biogasanlagen habe auch der Bau von Nahwärmenetzen stark zugenommen, derzeit würden aber nur wenige neue Netze entstehen, überwiegend mit Holz als Energiequelle, berichtete Michael Kralemann, Energieexperte vom 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen. Er beleuchtete die Chancen und Herausforderungen bei der Planung, Umsetzung und Betrieb von Nahwärmenetzen. So seien effiziente, dichte Netze mit zudem geringen Übertragungsverlusten ein wichtiger Faktor bei der Wirtschaftlichkeit. Netzbereiche, die sich bei der Planung als ineffizient herausstellten, würde er rigoros abschneiden, um das Gesamtprojekt nicht zu gefährden. Aus der Praxis berichtete Friedrich Baden von der Wärmegenossenschaft Brochdorf, einem Bioenergiedorf nahe Neuenkirchen. Dort entstand ein Wärmenetz von 3.550 m Länge, an das 41 Häuser angeschlossen sind. Den Großteil der Energie, der zuvor aus jährlich 250.000 Liter Heizöl kam, liefert jetzt eine örtliche Biogasanlage, mit der man einen langjährigen Wärmeliefervertrag abgeschlossen habe, sowie eine Holzhackschnitzelheizung. Die Gesellschaftsform der Genossenschaft habe den Vorteil, dass man alle Einwohner des Dorfes „mitnehmen“ könne und das Geld aus dem Dorf auch im Dorf bleibe - gleichwohl mache eine Genossenschaft auch viel Arbeit und benötige idealerweise einen Leitwolf oder ein starkes Führungsteam, ergänzte Kralemann. 

Diskutierten über die dezentrale Wärmeversorgung (v.l.: Moderator Hinrich Neumann, Michael Kralemann (3N), Frank Holle (Gemeindedirektor Tarmstedt) und Friedrich W. Baden (Wärmeenergiegenossenschaft Brochdorf)

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