Viele Unternehmen mit Gülletechnik dabei

Die beschlossene Novelle der Düngeverordnung wird für landwirtschaftliche Betriebe eine Reihe von Veränderungen mit sich bringen – auch und gerade in der milchvieh- und biogasdichten Region des Elbe-Weser-Dreiecks. So muss beispielsweise Wirtschaftsdünger künftig noch länger als bisher auf den Betrieben gelagert werden, auch an die Ausbringung werden erhöhte Anforderungen gestellt. Auf der Tarmstedter Ausstellung präsentieren etliche Unternehmen ihre Lösungen zu diesen Themen, Landwirte können sich umfassend und herstellerübergreifend informieren.

Bei der Ausbringung, die nunmehr durch verlängerte Sperrfristen in einem noch kürzeren Zeitfenster erfolgen muss, kommt es auf Schlagkraft an – und das sowohl bei der eigenständigen als auch bei der von Lohnunternehmern ausgeführten Ausbringung. Auf dem Stand von Fricke Landtechnik zieht ein Claas Xerion 4000 mit 435 PS die Blicke auf sich. Der Schleppergigant hat ein 16 Kubikmeter fassendes Fass von Kaweco aufgebaut, mit dem die Gülle exakt, geruchsarm und nährstoffeffizient ausgebracht werden kann. Durch eine schlagkräftige Pumpentechnik kann das Fass innerhalb von 90 Sekunden befüllt werden, berichtet Fricke-Mitarbeiter Markus Hauschild. Da der Xerion im Hundegang fährt, arbeitet er trotz großer Flächenleistung besonders schonend: „Bei diesem entkoppelten Verfahren ist die Technik an den Einsatzort angepasst: Die bodenschonende Ausbringtechnik bleibt auf der Fläche, die Zubringung im großvolumigen Fass mit der entsprechenden Bereifung bleibt auf der Straße.“ Für Landwirte, die Gülle und Gärrest selber ausbringen, kann direkt nebenan ein „Profi I. 14“ mit Tandemachse von Kaweco bestaunt werden. Das Güllefass mit 14 Kubikmeter Volumen kann wahlweise mit Schleppschlauch, Schleppschuh oder Prallteller ausgestattet werden.

Für eine schlagkräftige Ausbringung können so genannte Feldrandcontainer von Vorteil sein. In diese überdimensionale Badewanne pumpt das Zubringfass zunächst die Gülle oder den Gärrest, das Ausbringfass fährt diesen Container nach Bedarf an und saugt das Material ein. Vorteil: Es kommt weder beim Zubringfass zu Wartezeiten, weil der Ausbringer nicht leer ist noch beim Ausbringer, weil das Zubringfass noch nicht da ist. Zu sehen ist solch ein 65 Kubikmeter fassender Container auf der Tarmstedter Ausstellung beim Unternehmen Leewes.

Die Novelle der Düngeverordnung zwingt die Landwirte zum Handeln – nicht immer muss dabei die komplette Ausbringtechnik erneuert werden. Nachrüstsätze mit Schleppschuhtechnik bietet auf der Tarmstedter Ausstellung das niederländische Unternehmen Bomech an, das hier seit 15 Jahren mit einem Stand vertreten ist. „In den Niederlanden ist die bodennahe Ausbringung seit Mitte der 90er Jahren Pflicht, wir bauen seit 25 Jahren Schleppschuhtechnik“, sagt Joost oude Avenhuis. Die Erfahrungen der Landwirte, vor allem bei der Nährstoffeffizienz, seien so gut, dass in den Niederlanden heute niemand mehr anders Gülle ausbringen würde, selbst wenn man es dürfte: „Gülle ist kein Abfall und hat bei uns einen Düngewert von zehn Euro pro Kubikmeter. Warum sollte man also hohe Verlust bei der Ausbringung mit Prallteller in Kauf nehmen, wenn es auch anders geht?“ Neben den Gesetzes- und Umweltaspekte spielt dabei also auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Erhältlich sind die Schleppschuhgestänge in Arbeitsbreiten von fünf bis 30 Metern, das ausgestellte Zwölf-Meter-Gestänge „Speedy“ wiegt gut eine Tonne. Mittlerweile bietet das Unternehmen, das in 25 Ländern in Europa aktiv ist, über 300 Nachrüstsätze für nahezu alle Hersteller an.

Ein großes Angebot an Gülletechnik präsentiert auch das Unternehmen Kotte auf der Tarmstedter Ausstellung – auch hier hat man das gezeigte Produktprogramm auf die neue Düngeverordnung ausgerichtet. „Es kommt künftig darauf an, die Gülle noch besser zu verteilen und die darin enthaltenen Nährstoffe den Pflanzen zur Verfügung zu stellen“, sagt Kotte-Mitarbeiter Dennis Schrader. Daher zeigt Kotte an seinem Stand unter anderem einen Güllegrubber, der die ausgebrachte Gülle auf 6,50 Meter direkt in den Boden einarbeitet sowie eine Variante mit Kurzscheibenegge, die auf 6,50 Meter arbeitet. Ebenfalls zu sehen das Ausbringfass VD 20.000, das 19 Kubikmeter Gülle auf 15 Meter Arbeitsbreite exakt mit Schleppschuhverteiler ausbringt. Weil durch verkürzte Sperrfristen auch die Anfahrtswege bei der Gülleausbringung länger werden, ist der Transport in Zubringfässern ein weiteres wichtiges Thema bei Kotte. Das Sortiment umfasst hier Fässer mit Volumina zwischen 20 und 30 Kubikmeter Inhalt.

 

 

Fricke Landtechnik präsentiert den Claas Xerion 4000 mit 435 PS
Ausbringfass VD 20.000 mit Schleppschuhverteiler von Kotte
Das Unternehmen Bomech zeigt Schleppschuhgestänge
Feldrandcontainer der Firma Leewes

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