Technik für den Ökolandbau

Bio ist "in" - derzeit ist vor dem Hintergrund niedriger Erzeugerpreise auch das Interesse an einer Umstellung auf ökologischen Landbau groß. Auf der Tarmstedter Ausstellung zeigen eine Reihe von Firmen technische Lösungen für den Ökolandbau.

Das österreichische Unternehmen APV, das in Deutschland vor allem für seine Grünlandstriegel und Zwischenfruchtstreuer bekannt ist, bietet für den Ökolandbau künftig auch eine Rollhacke zur mechanischen Unkrautbekämpfung: Auf der Agritechnica war der Prototyp zu sehen, in Tarmstedt wird derzeit das Vorserienmodell ausgestellt und von APV-Mitarbeiter Lukas Gutmann erklärt.
Durch die Fahrbewegung und die rotierende Bewegung der im 30-Grad-Winkel angeordneten  Hackenräder wird Erde zwischen den Reihen aufgewirbelt, die das Unkraut regelrecht verschüttet - sowohl in als auch zwischen den Reihen. Eingesetzt werden kann die sechs Meter breite Hacke im Frühjahr im Getreide sowie im Mais, sobald dieser eine Mindestgröße erreicht hat. Nicht in Tarmstedt zu sehen, aber schon als Prototyp entwickelt ist eine drei Meter breite Rollhacke von APV, bei der sich der Anordnungswinkel der Hackenräder von 0 bis 30 Grad verstellen lassen.

Beim Unternehmen Güttler wird zur mechanischen Unkrautbekämpfung von Hans Güttler und Sebastian Weitzmann ein Grubber "Supermaxx" mit 5-baldiger Zinkenanordnung vorgestellt, den es in 3 m, 5,60 m und 12 m breiter Ausführung gibt. Das nachgelagerte Striegelfeld löst die Erde von den ausgegrubberten Unkräutern und legt sie auf der Oberfläche ab, sodass diese vertrocknen. Eingesetzt werden kann der Grubber natürlich auch von konventionellen Betrieben, die Resistenzprobleme beispielsweise mit Windhalm und Ackerfuchsschwanz haben oder ihren Glyphosateinsatz verringern wollen und deshalb das Unkraut mechanisch bekämpfen.

Die mechanische Unkrautbekämpfung hat sich auch der Landtechnikhersteller Einböck auf die Fahnen geschrieben, auf der Tarmstedter Ausstellung vertreten durchs Unternehmen Kraeft aus Hude. Zu sehen ist unter anderem ein sechs Meter breites, achtreihiges Hackgerät für Reihenkulturen zwischen 0,2 und einem Meter, das über einen Verschieberahmen und eine Kameralenkung mit Reihenerkennung geführt wird. Über 250 dieser Geräte laufen mittlerweile in Europa. Neben einem Striegel ("Aerostar exakt") sowie dem Rollstriegel "Aerostar Rotation" wird auch ein siebenschariger Schälpflug gezeigt, der mit kleinen Scharen als Grubberersatz flach zwischen zehn und 20 Zentimeter pflügt. 

Im Bereich der Direktvermarktung ist insbesondere die Vermarktung von Eiern aus Freilandhaltung interessant - sowohl für Öko- als auch für konventionelle Betriebe. So genannte Mobilställe gewährleisten dabei ein Höchstmaß an Tierwohl und erleichtern die Arbeit für den Landwirt. Das Unternehmen Iris Weiland aus dem Nordhessischen Bad Sooden-Allendorf stellt in Tarmstedt ein Hühnermobil vor und stellt sich den Fragen der Landwirte.

Die tierische Veredelung spielt in der Region eine besondere Rolle - auch beim Ökolandbau. Das schleswig-holsteinische Unternehmen Gut Rosenkrantz mit seiner Getreidemühle in Neumünster und seinem Mischfutterwerk in Bassum pflegt auf der Tarmstedter Ausstellung Kontakte zu Kunden und verzeichnet eine große Nachfrage nach Öko-Futtermittel für Rind, Schwein und Geflügel, die je ein Drittel der Monatsproduktion von 2000 Tonnen ausmachen. Das Unternehmen ist zertifiziert für EU-bio, Bioland, Naturland und Biopark. (Foto mit Tim Gesing)

Ein großes Interesse an der Umstellungsberatung auf Ökolandbau verzeichnet Harald Rasch vom Bioland aus Visselhövede, seit über zehn Jahren ist der Verband auf der Tarmstedter Ausstellung vertreten. Rund 500 Biolandbetriebe gibt es in Niedersachsen, in der Region rund um Tarmstedt liegt der Schwerpunkt auf Milchvieh. Mit 48 Cent pro Liter Milch bekommen die Ökobetriebe derzeit doppelt so viel wie die konventionellen Betriebe. Unterstützt wird Rasch von Fenja Hattendorf, die derzeit ihr freiwilliges ökologisches Jahr bei Bioland absolviert.

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