Tarmstedter Gespräche: Richtig investieren bis zum EEG-Ende - Flexibilisierung in der Praxis

Die Boomzeit von Biogas, die auch dem Landkreis Rotenburg etliche Anlagen bescherte, ist vorbei. Für die Anlagenbetreiber stellt sich vor dem Hintergrund des EEG-Anreizes "Flexibilisierungsprämie" die Frage, ob und wie die Anlage für die Zukunft modernisiert werden sollte. Antworten auf viele Fragen bot das Forum "Richtig investieren bis zum EEG-Ende - Flexibilisierung in der Praxis" anlässlich der Tarmstedter Gespräche.
"Biogas muss flexibler werden", sagte Carsten Bahlburg, Landwirt und Vertriebsleiter bei der Biogas Service Tarmstedt aus Westertimke. Das Unternehmen mit 50 Mitarbeitern hat sich auf den technischen Service an bundesweit knapp 500 Biogasanlagen spezialisiert. Auch vor dem Hintergrund weiterer politischen Entscheidungen sei die Branche gut beraten, zu zeigen, dass sie Flexibilität auch wirklich könne. Erst seit Sommer 2015 habe das Thema an Fahrt aufgenommen. Das gerade frisch beschlossene EEG sieht nach wie vor eine jährliche Förderung von 130 Euro pro kW zusätzlicher Leistung bei einer Laufzeit von zehn Jahren vor.
Anhand der eigenen Biogasanlage der "Naturenergie Osteraue" konnte Bahlburg bestätigen, dass es durch den Start-Stop-Betrieb statt eines Dauerbetriebes keinerlei Probleme mit dem BHKW gäbe. Wichtig sei bei der Flexibilisierung die Wahl der richtigen Größe für den Gasspeicher - daran sollte man nicht sparen, um den Behälter nicht ständig "auf Kante" fahren zu müssen. Dann sei auch das Management stressfrei und der Betrieb außer dem Gasspeichermanagement mit keinem Mehraufwand verbunden.
Bei den Kosten sollte man neben denen für Behälter und BHKW auch 20 Prozent der Gesamtkosten für die Erweiterung der Peripherie berücksichtigen. Bahlburg riet den Zuhörern, den zur Anlage passenden BHKW-Typ zu wählen; außerdem müsse das Flexibilisierungskonzept zur Anlage passen.

Biogasberater Michael Tiedemann empfahl, zunächst die individuelle Situation des eigenen BHKW - insbesondere der erwarteten Restlebensdauer sowie die restliche EEG-Laufeit - zu berücksichtigen. Doch wie flexibilisiere ich richtig - zumal bis zur Verfünffachung der Anlage alles möglich sei? Tiedemann riet, zunächst bis zum EEG-Laufzeitende zu schauen.
Die Flexibilisierungsprämie sei "der letzte Bonus im EEG. Jetzt ist die Zeit zu entscheiden, ob Sie ihr BHKW selber zahlen oder ob das ein Dritter tun soll", so Tiedemann. Auch wenn es keinen nennenswerten Mehrgewinn ergebe, sei die Investition sinnvoll, sofern die EEG-Restlaufzeit noch mindestens zehn Jahre betrage. Denn mit der Flexprämie ließe sich das neue BHKW finanzieren. Diese Ausgabe stände für Betriebsleiter ansonsten auf jeden Fall vor Ablauf der 20 Jahre an. Sinnvoll ist sie aber auch, um eine Existenzberechtigung der Anlage nach Ablauf des EEG zu erhalten. Angesagt sei eine Flexibilisierung zwischen 200 und 300 Prozent, während  500 Prozent die Ausnahme sei. Bei der richtigen Herangehensweise sei die Flexibilisierung einfach und trage entscheidend zum Betriebserfolg bei.

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